Hagion Erhyma
Aus Encyclopaedia Humana Montariensis
Der Staat des Heiligen und Souveränen Ordens zum Schwerte Davids zu Hagion Erhyma (hocherhymatisch Politeia tou hippeuón koinoú hagioú kai autonomoú epí tou Dauíd xiphoú epí to Hagió Erhymá), kurz meist als Hágion Érhyma bezeichnet, ist ein anticäischer Staat im Medianischen Ozean. Das Staatsgebiet umfaßt zwei Insel, zum einen die bei weiterem Größere Hagion Erhyma, auf welcher nahezu die gesamte Bevölkerung lebt und zum anderen das dieser vorgelagerte Eiland Mýlai. In direkter Nachbarschaft der Hauptinsel befindet sich im Norden die zu Severanien gehörige Küste, im Osten jedoch jene Gran Novaras.
Der Name Hagion Erhyma bedeutet auf imperianisch "Heiliges Bollwerk"- ein Name, der sich bis auf die Gründung des Staates hin zurückverfolgen läßt und versinnbildlicht, daß der Orden in diesen Inseln ursprünglich ein Bollwerk des rechten Glaubens sah..
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| Wahlspruch: "Theó Pan - Seautó Oudén"
("Gott alles - sich selbst nichts") | |||||
| Amtssprache | Hoch-Erhymatisch | ||||
| Mehrheitssprache | Dimotisch | ||||
| Hauptstadt | Petrodéa Dynáte | ||||
| Staatsform | Dyarchie | ||||
| Staatsoberhaupt Fürst und Hochmeister (Doux kai Hippeúarchos) | Bartholomaios II. seit dem 30.03.1991 | ||||
| Fläche | 2520 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 51.409 | ||||
| Bevölkerungsdichte | 20,4 Einwohner pro km² | ||||
| Gründung | 1117 | ||||
| Währung | Kyprikón | ||||
| Nationalhymne | Khaire, Staure Leuke! | ||||
| Nationalfeiertag | (Erhymatisch-Orthodoxes) Osterfest | ||||
| Telefonvorwahl | n.n. | ||||
| Kfz-Kennzeichen | n.n. | ||||
| Website (Blog) | www.hagionerhyma.montary.ws | ||||
| Besucherforum | folgt | ||||
| http://img174.imageshack.us/img174/6757/kartenausschnittiizw2.jpg | |||||
Inhaltsverzeichnis |
Geographie und Klima
Die Hauptinsel Hagion Erhyma wird von einer kleinen Gebirgskette durchzogen, deren höchste Erhebung die alte Hauptstadt und Festung des Ordens Petrodea Dynate (hocherhymatisch etwa: Starke Felsenburg") beheimatet und den Namen Palamedes trägt (1203 m über NN).
Hagion Erhyma verfügt nur über äußerst spärliche Süßwasservorkommen. Ursprünglich behalf man sich ob dieser Knappheit durch die Anlage von Zisternen. Die Bewässerung der öffentlichen Anlagen und der Landwirtschaft erfolgt noch heute durch aufgefangenes Regenwasser und Grundwasserbrunnen. Jedoch bedient man sich zunehmend der Techniken der Meerwasserentsalzung zur Gewinnung von Trinkwasser.
Auf der Insel herrscht typisch medianisches Klima, folglich warme, trockene Sommer um 30 °C und feuchte milde Winter um 18 °C. Wegen der typischen Insellage sind die täglichen Temperaturunterschiede meistens sehr gering. Es fallen circa 500 mm Niederschlag pro Jahr, wobei 80 % auf die Zeit von Oktober bis März fällt.
Bevölkerung
Neben dem Verwaltungssitz des Ordens in Petrodéa Dynáte (lediglich 7.200 Einwohner), ist als mit Abstand größte Stadt die Hafenmetropole Dauílimen zu nennen (knapp 48.300 Einwohner), deren Bevölkerungszahl ständig zunimmt. Nicht umsonst darf diese Stadt als eigentliches Zentrum und Herz des Landes bezeichnet werden, sind dort doch alle wichtigeren kulturellen Einrichtungen beherbergt und findet hier (Dauílimen ist der einzige natürliche Hafen des Staates) doch der gesamte In- und Export der Insel statt und bildet somit das unbestrittene Tor zur restlichen Welt. Zur weiteren Besiedelung des Landes ist zu sagen, daß die bäuerliche Kultur hier einen festen und traditionsreichen Stand einnimmt, was freilich von der Ordensregierung in Petrodéa nach Kräften gefördert wird. Jedoch lassen sich zunehmend vor allem unter der Jugend Abwanderungstendenzen nach Dauílimen erkennen.
Sprache und Volk
Obschon die Amtssprache das sehr altertümliche und im Volke sehr ungebräuchliche, gelehrte "hocherhymatisch" ist (eine Sprachform die noch so verwendet wird, wie zu Zeiten der Gründung des Ordens und lediglich einem kleinen Teile der Bevölkerung als Verwaltungs- und Amtssprache dient, jedoch keinesfalls als Umgangssprache), findet im Alltag fast ausschließlich das Dimotische Verwendung, eine Sprache, die sich aus dem Naukratischen, wie der Name bereits sagt, im Volke entwickelt hat (Dimotiki - Sprache des Volkes), unter Gelehrten jedoch als "primitiv" weithin auf Ablehnung stößt. Ungefähr 88% gaben im Zuge der letzten Volkszählung an, ausschließlich dieses Idiom zu sprechen und fließend zu beherrschen, dies umfaßt demzufolge die gesamte Volksgruppe der Dimoten , wie die Sprecher dieser Sprachform bezeichnet werden, bilden sie doch nicht nur sprachlich, sondern auch ethnisch eine Einheit. Die weite Verbreitung hat dazu geführt, daß oftmals die Erhebung zur Amtssprache gefordert worden ist, was jedoch unter den Reihen des Ordens stets auf einhellige Ablehnung stieß. Kritiker erklären, die Komplexität und Geschwollenheit des Naukratischen mache es dem durchschnittlichen Mann aus dem Volke unmöglich diese in halbwegs brauchbarer Form beherrschen zu lernen, so daß beim Ausfüllen öffentlicher Formulare oftmals eigens ein "Gelehrter" (Sophistis) engagiert werden muß, um offizielle Anfragen ordnungsgemäß zu verfassen.
Die zweite große ethnische Entität bilden die Novaren (etwa 8%), welche sich hauptsächlich auf die Stadt Dauílimen konzentrieren und ihr eigenes Idiom, das Novariano bevorzugen, obschon ein Gutteil von ihnen bereits seit Jahrhunderten auf der Insel ansässig ist. Sie kamen ursprünglich entweder als Berater des Ordens, oder als Händler nach Hagion Erhyma und zählen zu den wohlhabenderen Bevölkerungsteil, was oftmals Mißgunst unter den einfach Dimoten hervorgerufen hat.
Religion
Mit Ausnahme einiger Novaren gehören sämtliche Bewohner des Eilandes der Naukratisch-Orthodoxen Kirche an, welche sich zwar um Union mit dem Valsanto bemühen, jedoch auf ihre historische und liturgische Eigenständigkeit pochen. So feiern die erhymatisch-orthodoxen Christen sowohl Ostern, als auch das Weihnachtsfest an anderen Tagen, als die Valsantinisch-Katholischen es tun. Auch ihre Liturgiesprache und -form, wie auch die Auslegung mancher Bibelpassage unterscheiden sich hier doch recht konträr von jenen der Katholischen Kirche.
Der Fürst und Hochmeister sieht sich zugleich als Patriarch von Stauroúpolis und Oberhaupt der Erhymatisch-Orthodoxen Kirche. Ferner sieht er sich als einzig legitimer Erbe und Vertreter des Stauroupolitanischen Reiches.
Wirtschaft & Tourismus
Der Tourismus galt - obschon Lage und Klima Hagion Erhymas ihn eigentlich hierzu prädestinierten - lange Zeit lang als nahezu bedeutungslos, was sowohl an der äußeren Isolation, als auch an mangelnder Infrastruktur auf und zu der Insel hin lag. Der Orden beschloß jedoch letzthin ein weitreichendes Investitionsprogramm, im Zuge dessen der Tourismus zu einem Hauptwirtschaftszweig aufsteigen soll, auch wenn man auf seiten des Ordens Beeinträchtigungen auf Moral und Umwelt fürchtet.
Landwirtschaft & Eßkultur
Ackerbau und Fischfang nehmen seit jeher einen nicht unbedeutenden Teil des erhymatischen Wirtschaftslebens ein. Gerade die Fischerei gilt, ob den naheliegenden Assoziationen mit den Heiligen Petrus, Jakobus und David, die allesamt als Fischer berufen wurden, sowie mit der "Meereskönigin" Maria, als hochehrenhafter Broterwerb. Unter den Feldfrüchten gilt der Weizen als die Verbreitetste, obschon die Kärgnis der Landschaft im Vergleich zur Agrarwirtschaft anderer medianischer Staaten ein nicht allzu großer Ertrag abgerungen zu werden vermag.
Internationale Bekanntheit erreichten unter den landestypischen Speisen der Insel vor allem das "Souvláki" und der hochalkoholische "Oúzo", welcher aus reinem Alkohol gewonnen, mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen verfeinert wird.
Der Orden
Der Heilige und Souveräne Orden vom Schwerte Davids zu Hagion Erhyma (naukrat.: Tó Hippeuón Koinón Hágion kai Autonomón epí tou Dauíd xiphoú to Hagió Erhymá) bildet in gewisser Weise die Oberschicht des Landes. Seinen Anspruch leitet er einerseits von der Tatsache ab, das nur er -in das göttliche Mysterium eingeweiht- den Staat weise zu führen vermöge, zum anderen auf jener, daß das gesamte Staatswesen, wie auch die Kultivierung des Eilandes selbst von ihm allein begründet und über die Jahrhunderte bewahrt worden ist, was nicht mal seine erbittertsten Gegner im Inneren bestreiten. In gewisser Weise ist der Orden somit ein Symbol des Staates, "sein Grundstein und seine Blüte". Ihm gilt als heiligste Reliquie das Schwert Davids, welche in seinem zentralen Heiligtum in Petrodea Dynate (der Davidskathedrale) aufbewahrt wird und ursprünglich die Begründung des Ordens bewirkte. Heutzutage existiert selbiger ausschließlich auf Hagion Erhyma und betrachtet sich als souverän- ein Anspruch, der in der Geschichte oft genug von verschiedensten weltlichen Herrschern bestritten, jedoch nie gefährdet worden ist.
Die Mitglieder des Ordens sind allesamt Mönche, jedoch nach alter Tradition mit einem Zierschwert bewaffnet, welches nach alter Tradition jedem Novizen nach Abschluß seiner Lehrjahre und Prüfungen ausgehändigt wird und diesem fortan als hochehrwürdig gilt. Auch ist es Symbol, daß ein jeder Ordensbruder jederzeit dafür bereit sein möge, für seinen Glauben oder seinen Orden in den Tod zu gehen. Die Novizen rekrutieren sich grundsätzlich aus sämtlich dimotischen Volksteilen, auch einzelne Novaren haben es geschafft in den Orden Aufnahme zu finden- die örtlichen Schulen sind angewiesen die fähigsten ihrer Kinder dem Orden in Petrodea Dynate zu melden und deren Eltern anzubieten, diese ebendorthin zu höherer Weihe zu schicken, wo sie in Folge von einem ihnen eigens zugewiesenen Tutoren-Mönch Ausbildung finden. Der Orden ist nach alter Hierarchie folgendermaßen gegliedert: Auf unterster Stelle stehen (die Novizen freilich ausgenommen) die adelphoí, die einfachen Ordensbrüder- jenen ist ein sogenannter Presbytenrat (Boulé tón presbytón) übergeordnet, welche aus Mönchen besteht und der seine Mitglieder selbst aus den Reihen der adelphoí ernennt. Der Rat wiederum wählt auf zehn Jahren aus den eigenen Reihen den Fürsten und Hochmeister (Doux kai Hippeúarchos), wobei sich das Attribut "Fürst" nicht auf die Herrschaft über die eigentliche Insel bezieht, sondern über jene des Souveränen Ordens.
Politik
Verhältnis zwischen Orden und Volksversammlung
Ursprünglich stand das ganze Land unter der absoluten Hoheit des Fürsten und Hochmeisters, welcher in Einklang mit seinem Rat der 12 autoritär regierte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts jedoch - womöglich inspiriert von der Barnstorvischen Revolution - begann sich besonders unter den Gelehrten im Volke, die zumeist in der Hafenstadt Dauilimen ansässig waren, Widerstand zu regen gegen so manche Ungerechtigkeit und Rückständigkeit des Systems. Um den drohenden Konflikt im Keim zu ersticken, begann der damalige Fürst und Hochmeister Lysiades VIII. den Ausgleich zu suchen und ermutigte - gegen den ausdrücklichen Willen des Ordens - das Volk sich innerhalb einer Vertretung zu versammeln und aus eigenen Reihen einen Sprecher des Volkes zu wählen ("Laoprotos")- im Zuge des wirtschaftlichen Niedergang des Ordens im 20. Jahrhundert gelang es den fortschrittlich Gesinnten ferner ein eigenes Parlament, wie auch einen "Einverständnisvertrag" auszuverhandeln, welche als eine Art Verfassung die Beziehung zwischen Orden und Laoproten regelt. Eben dieser sah gewisse verfassungsmäßige Grundrechte vor und legte gewisse Befugnisse des Ordens in die Hände des auf ein Jahr gewählten Laoproten und der Volksversammlung.
In gewisser Weise lassen sich die vielfältigen, oftmals undurchschaubaren Verbindungen und gegenseiten Veranwortlichkein, die das politische System Hagion Erhymas ausmachen als "Dyarchie" bezeichnen, als Herrschaft der Zwei- nämlich des vom Volke gewählten Laoproten einer- und des Hochmeisters andererseits, da den beiden weitreichende Vetobefugnisse den Entscheidungen des anderen gegenüber zukommen. Jedoch erscheint der Hochmeister effektiv der Mächtigere der beiden zu sein, weiß dieser doch den gesamten Beamtenapparat, wie auch die Garde hinter sich.
Das es bis heute nie zu größeren inneren Auseinandersetzungen gekommen ist mag einserseits an der maßvollen Regierung des Ordens, andererseits an dem ordnungsliebenden Temperament der Dimoten liegen, in jedem Falle herrscht auf der Insel seit langem ungestörter Friede, einige anticäische Schriftsteller behaupteten zu Zeiten der Romantik: Idylle.
Die Volksversammlung
Die Volksversammlung, Apella, war zu seiner Anfangsphase als basisdemokratisch und plebiszitär eingerichtet worden, erwies sich jedoch bald in jeder Hinsicht als zu unflexibel, da es nur selten stattfand, das auch nur die Hälfte der dazu berufenen Bürger tatsächlich erschienen um ihr Mandat wahrzunehmen, was zum einen an mangelndem Interesse, zum anderen aber an dem hierzu notwendigen logistischen Aufwand lag (die Reise war ob der damals kaum bestehenden Infrastruktur mehr als beschwerlich und dauerte mitunter Tage, fand die Apella doch stets in Dauílimen statt). Gerade heute ist ob der schieren Einwohnerzahl ein solches Modell, nach dem alle Einwohner Mitglieder der Versammlung sind, undenkbar und so kam es 1911 zur Einführung des repräsentativen Modells, im Zuge dessen alle zwei Jahre Wahlen zur Apella stattfinden.
Der Volksfürst
Der Volksfürst (Laoprotos), wird aus den Reihen der Apella auf ein Jahr gewählt, und erhält gewissermaßen das volle Repräsentationsrecht für selbige, darf sie also ohne Rücksprache mit ihr in vollem Umfange vor dem Hochmeister und der Öffentlichkeit vertreten und muß sie nur in wenigen Fragen (hauptsächlich jenen, die über seine Amtszeit hinausgehen) überhaupt konsultieren. Er ist an ferner an ihre Weisungen nur bedingt gebunden (nämlich nur dann, wenn Beschlüsse mit einer Mehrheit von 3/4 des Hauses gefällt werden). Diese Eigenart ist durch die historische Stellung des Laoproten begründet, welcher zu Anfang der Apella mit möglichst starker Stimme vor den Orden treten können sollte, ohne sich gleichzeitig vor einer starken Volksversammlung fürchten zu müssen.
Außenpolitik
Im Zuge der Wirrnisse und antiklerikalen, sekularistischen Tendenzen des 19. und vor allem des 20. Jahrhunderts, erachtete es die Ordensleitung als das Beste, das Land so gut es ging zu isolieren. Dies konnte ob der Insellage und eines zeitweiligen Handelsverbot mit dem Festlande zu einem großen Teil gelingen, obschon angesichts der heute stattfindenden, zunehmenden internationalen, wie persönlichen Vernetzung, eine solche Isolierung zum Scheitern verurteilt ist. Aus diesem Grunde beginnt der Orden nach und nach wieder Kontakte mit dem benachbarten, vornehmlich christlichen Auslande zu knüpfen um so nicht nur langfristig die staatliche Souveränität zu bewahren, sondern auch die allgemeinen Lebensverhältnisse und die wirtschaftliche Lage auf Hagion Eryhma zu verbessern, zeichnet sich ja mit dem Tourismus ein zukünftig bedeutender neuer Wirtschaftszweig ab.
Geschichte
Weblinks
Siehe auch
Albernia - Alpinia - Astarien - Barnstorvia - Časkar - Colonea - Demokratische Union - Dionysos - Gran Novara - Hollunderlande - Kaysteran - Leduveia - Nedersassonien - Nöresund - Porth Llewelyn - Rusania - Sebulon - Severanien - Valsanto - Vearmark - Volkby - Wislanien
abhängige Gebiete: Aztheran (Kaysteran)

